Geschichte

Nur sehr wenige Schützenvereine können auf eine so lange -nachgewiesene - Tradition zurückblicken, wie der Schützenverein Glane. Seine ersten Aufzeichnungen datieren auf das Jahr 1578, in dem erstmalig in Glane ein "Vogelschießen" abgehalten wurde.

Ursprünglich war das Schützenwesen eine nachbarschaftliche Notgemeinschaft unter Siedlern, die ihr Hab und Gut gegen wilde Tiere, aber auch vor neidischen Nachbarn schützen mussten. Weitere Aufgaben des Schützenwesens in der frühen Zeit waren Löschdienste bei Feuer, Ordnungsdienste bei Markttagen und Absperrdienste. Zur eigenen Verteidigung mussten sich die Männer bewaffnen und waren gleichzeitig eine feste Anzahl waffenfähiger Männer, die dem Landesherren zur Verfügung stand, er durfte sie allerdings nur zur Verteidigung innerhalb der Landesgrenzen einsetzen - nicht für Kriegszwecke.

Das "Vogelschießen" sollte für die Bevölkerung Vergnügen sein und der erste Schützenkönig, der in den Analen erwähnt wird, war Paul Kellinghaus im Jahr 1836. Das Schützenfest wurde auf dem ehemaligen Schützenplatz Kassens Weide veranstaltet. Die Königswürde in den ersten Jahren stellte sich erheblich anders dar als heute. Der Schützenkönig bekam einen neuen Hut und war für ein Jahr von allen Bauernschaftslasten sowie der Teilnahme an der Wolfsjagd und allen Wachdiensten befreit. Seit 1836 sind die jeweiligen Schützenkönige auf der Schützenkette festgehalten.

Im Jahr 1902 wurde auf Initiative von Franz Mühlmeyer und Wilhelm Deiters ein Schützenfest organisiert und Franz Mühlmeyer wird als erster Präsident des Vereins erwähnt, aus den Vorjahren sind leider keine Informationen über Vorstände oder Präsidenten vorhanden oder erhalten.

Zwischendurch waren immer wieder kleine oder größere Unterbrechungen zu verzeichnen, speziell in den Kriegsjahren wurden keine Schützenfeste veranstaltet.

 

Im Archiv des SV Glane wurde im Jahr 1923 erstmalig die "Quackelfahrt" erwähnt, die bis heute fester Bestandteil des Festes am Dienstag ist und in all den Jahren größtes Vergnügen und Kreativität bei den Beteiligten hervorruft. Seit Generationen treffen sich unsere Schützen im Vereinslokal Wiemann Sander (www.wiemann-sander.de)

Im Folgenden einige wichtige Meilensteine in unserem Vereinsleben :

  • bis 1963 fand das Schützenfest auf Kassens Weide statt. 1963 bekam der Verein sein eigenes Schützenhaus am Hof Averbeck an der Bergstraße,
  • seit 1965 wird auf Antrag von Theodor Hölscher das Kinderschützenfest gefeiert,
  • 1957 wurde auf Anregung von Wilhelm Hölscher das Frühstück am Montag eingeführt,
  • 1968 wurde die erste Weiße Garde gegründet, die Initiatoren waren Heinrich Holtmeyer und Heinrich Wesseler,
  • seit 1975 wird am Vatertag der Bierkönig ausgeschossen. Die Kette wurde von Friedrich Pax gespendet,
  • seit 1975 wird der Kinderkönig wie bei den Erwachsenen durch Adlerschießen ermittelt - nicht mehr durch Scheibenschießen,
  • 1978 fand unser großes Jubiläumsschützenfest anläßlich unseres 400-jährigen Bestehens statt,
  • seit 1994 gibt es das Königinnentreffen, organisiert durch die abgedankte Königin,
  • 1993 entstand auf Anregung von Dr. Eckhardt Rockenschuh unsere Partnerschaft mit dem SV Wusterhausen,
  • seit 1991 gibt es die "Mini-Westen-Kompanie", auf Initiative von Familie Uwe Lauwerth und Alois Große Albers,
  • seit 1991 findet am Schützenfestmontag unser "Ehrengericht" statt, das auf Initiative von Heinz Boymann und Helmut Buschmeyer entstanden ist
  • 1999 wurde das Gelände des Schützenplatzes an der Bergstraße vom SV Glane erworben.